Herford, 20. Oktober 2017

Europas modernste Lackfabrik entsteht

, Neue Westfälische

Das zur niedersächsischen Remmers Gruppe gehörende Traditionsunternehmen am Füllenbruch wird für 20 Millionen Euro erweitert und modernisiert

Die Geschäfte der niedersächsischen Remmers-Gruppe laufen glänzend. Nicht anders sind die 20 Millionen Euro zu erklären, die am Standort Hidden hausen investiert werden, wo das Anfang 2009 übernommene Traditionsunternehmen 3H-Lacke modernisiert und erweitert wird. „Im Füllenbruch entsteht Europas modernste Lackfabrik“, sagte Remmers-Vorstand Klaus Boog jetzt bei einem Unternehmergespräch der Erich-Gutenberg-Gesellschaft (EGG) auf dem Firmengelände.

Remmers ist ein Familienunternehmen mit Hauptsitz in Löningen im westlichen Niedersachsen, das sich in der Baubranche und als Allbieter in den Bereichen Bauten-, Holz- und Bodenschutz etabliert hat. In der Bauwerkserhaltung und Baudenkmalpflege gilt Remmers als die Nummer eins in Europa. Der Vorstand erwartet in diesem Jahr einen Umsatzanstieg der Gruppe um sechs Prozent auf etwa 300 Millionen Euro. Davon entfallen 50 Prozent auf die. Bauchemie, die andere Hälfte insbesondere auf den Bereich Farben und Lacke für das Handwerk sowie die Industrie.

Konkrete Angaben zum Gewinn werden nicht gemacht. Ziel sei es, in nächster Zeit eine Umsatzrendite von acht Prozent zu erzielen. Für 2016 strebt Remmers ein Umsatzwachstum über dem Branchendurchschnitt an.

Aktuell beschäftigt die Remmers-Gruppe. mit ihren sechs inländischen und 16 ausländischen Gesellschaften 1.500 Mitarbeiter, davon 165 in Hiddenhausen. 3H-Lacke ist als Oberflächenspezialist für die Möbelindustrie ein wichtiger Eckpfeiler der Remmers Gruppe. Das Unternehmen bietet laut Unternehmens-Info eine breite Palette von Lacksystemen an und bedient eine Vielzahl renommierter Kunden im In- und Ausland. Die Produkte des Mittelständlers finden sich auf hochwertigen Küchen aus der Region ebenso wie auf Möbeln und Türen. Und nicht zuletzt seien auch viele Exemplare des meistverkauften Möbelstückes der Welt, dem Regal „Billy" von Ikea, teilweise Hiddenhauser.

„Wir sehen uns seit langem nicht als reiner Lacklieferant - vielmehr sind wir ein Technologieunternehmen, das Oberflächensysteme entwickelt, mit hochwertigem technischem Service die Kunden unterstützt und. hilft, Prozesse kosteneffizient zu gestalten“, betonen die Geschäftsführer von 3H-Lacke, Arne Deußen und Andreas Gehring.

Im Jahr 2011 wurde ein Kompetenzzenittun samt Technikum und Schulungsräumen und ein Labor für Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Hiddenhausen eingeweiht. Damit werden die Prozesse der Kunden so abgebildet, dass die 3H-Lacksysteme entsprechend der Qualitätsanforderungen und der maschinellen Ausstattung der Kunden entwickelt werden können", sagt Firmensprecher Christian Behrens.

Durch die aktuelle Erweiterung um 4.500 Quadratmeter auf zwei Etagen werde laut Behrens die Produktion „auf das Zweieinhalbfache" gesteigert.

Mit einer Aufstockung des Personals sei vorerst nicht zu rechnen. „Wir haben jetzt erst einmal die zusätzlichen Kapazitäten. Und dann müssen wir sehen, wie sich der Markt entwickelt. Ziel ist es aber schon, mehr Beschäftigte einzustellen“, so Remmers-Vorstand Klaus Boog am Montagabend bei einer Führung über das Betriebsgelände nach dem Unternehmergespräch der Erich-Gutenberg-Gesellschaft.



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