Herford, 22. September 2018

Die Küche der Zukunft

, Neue Westfälische

Unternehmergespräch: Markus Miele, Miele & Cie. KG, und Markus Sander, Geschäftsführer bei Häcker-Küchen, referieren über die zukünftigen Herausforderungen in der Küchenmöbelbranche

Rödinghausen. Wie wird sich das Leben in zehn Jahren verändern? Mit dieser Frage setzt sich die Erich-Gutenberg-Gesellschaft aus Herford im Zeitraum 2018/19 auseinander. Auch die Küchenbranche muss sich den Veränderungen durch die Digitalisierung stellen. Markus Miele, geschäftsführender Gesellschafter bei Miele, und Markus Sander, Geschäftsführer Vertrieb, Marketing und Controlling bei Häcker-Küchen, haben jetzt im Versammlungsraum bei Häcker-Küchen in Rödinghausen über die Küche der Zukunft gesprochen.

Laut Markus Sander müsse diese sich dem demografischen Wandel anpassen. "Wir müssen darauf achten, dass sich ältere Personen in einer Küche anders bewegen als Jüngere", sagte er, zum Beispiel beim Bücken oder Heben. Zu beachten sei auch, dass sich die Bevölkerungsstruktur in den einzelnen Ländern unterschiedlich entwickeln werde. In den USA bleibt sie weitestgehend gleich, China würde durch die damalige Ein-Kind-Politik älter. Eine Idee sei die höhenverstellbare und intelligente Küche, welche sich dem jeweiligen Nutzer anpasst. "Die Person wird erkannt, wenn sie den Raum betritt", sagte Sander. "Die Themen müssen aber bezahlbar sein."

Die Herausforderung durch die Urbanisierung sei es, auf kleinem Raum eine vollwertige Küche anzubieten. Laut Markus Miele erreicht die Digitalisierung das Gütersloher Unternehmen in vielen Bereichen. So werden die Vorteile der künstlichen Intelligenz bereits (Kl) im Kundenservice genutzt. Wenn Kunden beispielsweise telefonische Probleme mit einem Küchengerät schildern, berechnet die Kl eine Wahrscheinlichkeit, welches Teil am Gerät ausgetauscht werden muss. "Das ist eine gute Unterstützung für Mitarbeiter, die sich in einem Gebiet noch nicht so gut auskennen", sagte Miele.

Es würden zwar mehr Menschen eine Kochshow im Fernsehen schauen, doch besser Kochen können sie deshalb nicht. "Mit technischen Geräten wollen wir diese Kompetenz, die verloren gegangen ist, auffangen", erklärte Miele. "Wird es für die Zukunft ausreichend sein, dass wir gute Geräte bauen?", fragte Miele. "Wir glauben nicht."



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