Herford, 18. Dezember 2017

Basis für viel Gutes geschaffen

, Westfalenblatt

Erich-Gutenberg-Gesellschaft feiert 20. Geburtstag

Herford (HK/wst). Seit genau 20 Jahren fördert die Erich-Gutenberg-Gesellschaft (EEG) die Verbindung von wissenschaftlicher Theorie und unternehmerischer Praxis im Sinne des in Herford geborenen Ökonoms Prof. Dr. Erich Gutenberg (1897-1984).

Seitdem hat sie mit Stipendien in Höbe von insgesamt rund 250 000 Euro 54 begabte Studenten gefördert und zu mehr als 100 Vortragsveranstaltungen eingeladen. Am Donnerstagabend aber stand die EEG anlässlich ihres Jubiläums einmal selbst im Mittelpunkt ihres 19. Erich-Gutenberg-Forums auf dem Bildungs-Campus Herford.

An Erich Gutenberg erinnerte vor rund 150 Gästen die EEG-Ehrenvorsitzende Dr. Ursula Brinkmann im Gespräch mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Prof. Dr. Hermann Jahnke. Dr. Brinkmann hatte den Wissenschaftler, der als Begründer der deutschen Betriebswirtschaftslehre gilt, 1951 als Studentin an der Universität Köln kennengelernte. »Erich Gutenberg war ein phantastischer Lehrer. Er hatte Ausstrahlung und motivierte die Studenten. in der ungezwungenen Atmosphäre seiner Seminare und Arbeitsgemeinschaften konnten wir sehr offen mit ihm diskutieren«, sagte sie. Von der Gründung der EEG am 23. Dezember 1997 berichtete ihr Geschäftsführer und Gründungsmitglied Horst Prüßmeier. Die Initiative war damals von dem damaligen Vorstandsmitglied der Sparkasse Herford Hans-Christoph Wieszner ausgegangen, den der 100. Geburtstag Gutenbergs zur Gründung der Gesellschaft animiert hatte.

Die erste Vorsitzende der Gesellschaft war Dr. Ursula Brinkmann, dem Kuratorium stand der Schwiegersohn von Erich Gutenberg, Prof. Dr. Horst Albach vor. »Die Gründung der Erich-Gutenberg-Gesellschaft hat laut Protokoll nur 40 Minuten gedauert und sie hält schon 20 Jahre«, so Prüßmeier. »Damals wurde die Basis für viel Gutes geschaffen.« Den Initiator der Gründung Hans-Christoph Wieszner aber ehrte er mit Erich-Gutenberg-Medaille. Mit Prof. Dr. Margareta Teodorescu kam dann auch eine ehemalige Stipendiatin der EEG zu Wort. Die Wissenschaftlerin, die an der Fachhochschule Bielefeld Ökonomie und Management lehrt, stellte ihre Zuhörern eine Bestandsaufnahme der Globalisierung vor. Mit der Vorstellung der Stipendiaten 2017 endete das 19 Erich-Gutenberg Forum. Stipendien erhalten Yvonne Bauer aus Halle sowie die Bielefelder Maike Spierling und Henning Frank.



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